jetztzeit e.V.

Decolonize Ostwestfalen-Lippe

Csassenberg, Kaiser-Wilhelm-Denkmal Porta Westfalica, B/W; Größe, CC BY-SA 3.0

Kolonialismus in OWL?

Kolonialismus – was hat das denn bitte mit Ostwestfalen-Lippe zu tun? Auf den ersten Blick scheinbar nichts. Spuren kolonialer Vergangenheit finden sich aber bis heute – auch in Ostwestfalen-Lippe. Mit diesem Projekt wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Verknüpfung von Ostwestfalen-Lippe mit dem Kolonialismus ins heutige Bewusstsein zurückzuholen und für das Thema zu sensibilisieren. Zentrales Ziel ist es dabei, die Nachwirkungen, die bis in das Jetzt hineinragen und uns alle betreffen, offenzulegen und bearbeitbar zu machen.

Das Projekt

Das Projekt beginnt mit der Frage, wie wir mit kolonialen Kontinuitäten umgehen wollen: ignorieren, problematisieren, inszenieren, politisieren? Wir wollen keinen Umgang vorgeben, ein schlichtes Ignorieren halten wir jedoch ebenso wenig für eine gute Praxis. Wir wollen uns gemeinsam mit Menschen in OWL der Frage widmen, weshalb eine Auseinandersetzung mit dem Thema so wichtig ist und warum es trotzdem oftmals unsichtbar bleibt. Dort wollen wir aber nicht stehenbleiben, sondern gemeinsam Orte in OWL besuchen, die einen starken Bezug zur kolonialen Vergangenheit und auch Gewalt aufweisen und uns diese Orte auf vielfältige Weise neu aneignen.

Decolonize OWL?

Mit den Teilnehmenden wollen wir uns dazu in Workshops mit gegenwärtigen Formen von Rassismus und globaler Ungleichheit beschäftigen und neuerliche Antworten auf die Frage suchen, was koloniale Vergangenheit und gegenwärtige Lebensweise miteinander zu tun haben. Wir besuchen Orte in OWL die koloniale Spuren bis heute in sich tragen und wollen der Frage nachgehen, wie wir mit diesen Orten zukünftig umgehen können. Dazu erhalten die Gruppen vielfältige Möglichkeiten, vom Podcast bis zur konkreten Umgestaltung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Mitmachen!

„Decolonize OWL“ – die Überschrift des Projektes ist Programm. Am Ende steht eine digitale Übersichtskarte von OWL mit allen besuchten Orten und den Arbeitsergebnissen der Gruppen.

Sie wollen bei dem Projekt im Jahr 2024 mitmachen? Dann melden Sie sich gerne bei uns. Das Programm ist auf mehrere Tage angelegt, gerne passen wir den Ablauf jedoch auf ihre spezifischen Bedingungen und Möglichkeiten an. Das Projekt können wir aufgrund der Fördergeber und des ehrenamtlichen Engagements vollständig kostenfrei.

Bernd NdeM, Bielefeld Oberntorwall Bismarck-Denkmal, Farbe; Größe, CC BY-SA 3.0

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