Tageslicht

Grauer Alltag hinter Gittern

Das erste Album 2025 entstand mit jungen Erwachsenen in Vechta. Das Album gießt die Widersprüche in Haft, zwischen grauem Alltag und Gitter-gefilterten Sonnenstrahlen, in eindrückliche Reime.

Das Album erzählt von der Zeit hinter Gittern, die nicht vergehen will und dabei nicht nur in die Zelle, sondern auch die eigenen Gedanken und Zweifel einsperrt. Es erzählt aber auch von den Lebensjahren, die geradezu vorbeirennen und die Frage zurücklassen „Wie lang können wir sitzen, bevor draußen unsere Eltern sterben!?“
„Tageslicht“ symbolisiert die Sehnsucht nach einem Leben „danach“ – nach der Haftzeit, aber insbesondere auch nachdem der Schrit in ein stabiles Leben in Freiheit geschafft wurde. „Tageslicht“ ist aber auch Ausdruck dafür, dass die Jahre in Haft mehr sind, als ein bloßes Warten auf dieses „danach“. Denn die Gegenwart in Haft füllt einen großen Teil des Vorstellbaren aus: Tageslicht ist somit auch die ständige Konfrontation mit dem, was jeden Tag fehlt. Der hoffnungs-, aber auch sorgenvolle Blick in die gestaltbare Zukunft und das Zurückgeworfensein auf einen unfreien Alltag bilden in Haft eine belastende Normalität, von welcher dieses Album berichtet.  

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