PyramidenTalk
Projektinformationen
In unseren Workshops „Du hast eine Stimme, du hast eine Geschichte«, die im Rahmen unseres Projektes „Pyramidentalk- Aktiv gegen Verschwörungsnarrative im Strafvollzug“ stattfinden, arbeiten wir zusammen mit (jugendlichen) Inhaftierten. Wir setzten uns in den Workshops mit Krisenerfahrungen, biografischen Brüchen, Überforderung und Ohnmachtsgefühlen auseinander. Wir treten in einen Austausch über eigene Handlungsmöglichkeiten aber auch gesellschaftliche Probleme und Fragen von Partizipation und Mitbestimmung in einer Demokratie. Gemeinsam wollen wir einen (selbst-)kritischen Raum zum Austausch und zur Auseinandersetzung schaffen und in diesem Rahmen miteinander lernen, um Gefühle der Isolation, Ohnmacht und Unverbundenheit zu bearbeiten. Dazu greifen wir auf Deutsch Rap zurück. Im Rahmen der Workshops können die Teilnehmenden eigene Rapsongs schreiben und aufnehmen und so von ihrer eigenen Geschichte und Perspektive auf die Welt berichten. Im Rahmen dieses Prozesses findet eine kreative Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie und Rolle in der Welt aber auch mit gesellschaftlichen Problemen und gesellschaftlicher Verantwortung statt. Ziel ist es, eigene Selbstwirksamkeit zu erfahren und die Auseinandersetzung mit einer widersprüchlichen und komplexen Welt einzuüben, um so gestärkter gegenüber den Verheißungen von Verschwörungsnarrativen und demokratiefeindlichen Einstellungen aus dem Workshop zu gehen.
Song-Zitate
Mama kam hierher, um ihren Sohn lachen zu sehen.«
Nafri.55
wenn Gedanken immer kälter werden. /
Wie lang können wir sitzen /
bevor draußen unsere Eltern sterben.«
Mo
Bilder von dir in meinem Kopf / ich werde schizophren /
Bin umgeben von den Sorgen und Problemen /
Keine andere Lösung, also annehmen und dann wieder gehen.«
Musa171
Seminare
Im Rahmen des Projekts bieten wir Workshops für (jugendliche) Inhaftierte an, in welchen wir gemeinsam (Rap-)Musik produzieren. In Rap-Musik und -Kultur soll eine gemeinsame Sprache gefunden werden. Gerade weil in dieser ›Sprache‹ Verletzung, Ausschluss und Diskriminierung eine wichtige Rolle einnimmt, bildet dies eine wesentliche Grundlage, um über persönliche Erfahrungen und Wünsche in einen Austausch zu kommen. Die Seminare fußen dabei auf präventiver Bildungs- und Empowermentarbeit und dienen der Stärkung des demokratischen Miteinanders. Gemeinsam mit jeder Gruppe produzieren wir ein Rap-Album, welches den Teilnehmenden eine Stimme geben soll, um ihrer Geschichte eine Ausdrucksform und ihren Erfahrungen eine Verarbeitungsangebot zu ermöglichen. Neben diesem Fokus auf Biografiearbeit bildet die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Verhältnissen, individueller Verantwortung und demokratischen Werten und Widersprüchen den Kern der Workshops.
Interesse an einem Workshop? Kontaktieren Sie uns hier.
Fortbildungen
Zusätzlich zu den Rap-Seminaren mit Inhaftierten bieten wir auch Fortbildungen für Mitarbeitende des Justizwesens an – mehr Infos zu den konkreten Inhalten finden Sie hier.
Im Fokus dieser Fortbildungen steht die Frage, wie Demokratiebildung unter Haftbedingungen möglich sein kann. Grundlage hierfür ist es, gesellschaftliche Verhältnisse gestaltbar, individuelle Verantwortung addressierbar und demokratische Widersprüche besprechbar zu machen.
Die Fortbildungen stellen hierfür konkrete Gesellschaftsanalysen bereit, vermitteln reflexive, partizipipative und empowernde Methoden und bieten Raum für Erfahrungsaustausch, Diskussion und Vernetzung.









